Die Qualitätsstufe ist keine Komforteinstellung, sondern ein Tausch. Jede Stufe nach oben verlangt mehr von der Leitung und mehr von dem Bauteil im Fernseher, das das Bild wieder zusammensetzt, und dieses Bauteil ist in der ganzen Kette meistens das langsamste. Wer am Tempo etwas ändern will, stellt deshalb zuerst fest, wo er auf dieser Skala gerade steht.
Dafür braucht es zwei Auskünfte, die nicht am Gerät stehen: in welchen Stufen die Quelle überhaupt ausgeliefert wird, und ob die Wiedergabe auf dem Fernseher selbst läuft oder auf einem Gerät davor. Ein Fernseher rechnet das Bild nebenbei, während er auch noch seine eigene Oberfläche bedient. Ein Zuspieler tut im Zweifel nur diese eine Sache.
Die Abstimmung selbst ist unspektakulär und wirkt gerade deswegen. Gehen Sie eine Stufe herunter und schauen Sie denselben Inhalt noch einmal an. Bleibt das Bild ruhig, haben Sie die Grenze Ihres Aufbaus gefunden, und das ist kein Defekt, sondern eine Auskunft. Erst danach lohnt es sich, die Strecke zwischen Router und Fernseher zu verbessern und anschließend wieder eine Stufe höher zu gehen. Eine Änderung pro Durchgang, sonst ist am Ende unklar, was davon gewirkt hat.
Im Fernseher selbst sitzen Funktionen, die Rechenzeit kosten, obwohl sie mit der Übertragung nichts zu tun haben. Zwischenbildberechnung und Rauschfilter arbeiten auf jedem Bild, das ankommt, und verstärken Aussetzer eher, als dass sie sie glätten. Ein Energiesparmodus kann im Hintergrund drosseln. Und eine Oberfläche, in der weitere Anwendungen offen liegen, gibt weniger her als eine, die gerade nur eine Aufgabe hat. Diese Punkte sind schnell geprüft und werden fast immer übergangen.
Beim Vergleichen passiert der häufigste Fehler: Zwei Inhalte werden gegeneinander gehalten, die gar nicht gleich ausgeliefert werden. Was in einer hohen Stufe ankommt, gerät eher ins Stocken als etwas aus einer niedrigen, und darüber sagt Ihr Aufbau nichts. Halten Sie denselben Inhalt vor und nach einer Änderung dagegen, sonst messen Sie die Quelle statt Ihrer Maßnahme.
Bleibt es auch auf der niedrigsten Stufe unruhig, liegt es nicht mehr an der Abstimmung. Dann gehört die Frage zum Anbieter: In welchen Stufen wird geliefert, und verändert sich das im Tagesverlauf? Wer diese Auskunft nicht gibt, kann Ihnen auch nicht sagen, was Ihr Fernseher überhaupt leisten müsste.

