Sicher ist ein VPN am LG-Fernseher in einem sehr engen Sinn: Es verdeckt gegenüber Ihrem Internetanbieter, wohin Ihre Verbindung geht. Mehr leistet es nicht, und am Fernseher selbst lässt es sich meist gar nicht erst unterbringen, weil der Store des Geräts keine passende Anwendung führen muss. Die Verbindung wandert deshalb fast immer eine Etage tiefer, in den Router oder auf ein kleines Abspielgerät am HDMI-Anschluss.
Ein VPN verschiebt nur die Stelle, an der Ihr Datenverkehr ins offene Netz tritt. Über die Herkunft eines Streams und über die Rechte daran sagt es nichts. Wer nach IPTV-Legalität sucht, sucht nach einer Antwort auf genau diese Herkunftsfrage, und die gibt keine Software. Eine Rechtsauskunft finden Sie hier nicht; dazu müsste jemand Ihren konkreten Vertrag und die Quelle der Inhalte kennen.
Vorbereitet sind Sie, wenn Ihnen die Oberfläche des Routers offensteht und die Zugangsdaten Ihres VPN-Dienstes in genau der Form vorliegen, die dieses Modell lesen kann. Ein Punkt wird dabei gern übersehen: Ab der Umstellung läuft jedes Gerät im Haushalt durch denselben Tunnel, auch das Tablet der Kinder und der Drucker im Flur.
Richten Sie das VPN zuerst am Router ein und lassen Sie den Fernseher dabei aus. Prüfen Sie danach an einem Laptop im selben Netz, ob Seiten noch laden und ob die Verbindung spürbar zäh wird. Erst wenn das trägt, schalten Sie den Fernseher ein und öffnen Ihre Player-Anwendung. Bleibt das Bild stehen, nehmen Sie den Tunnel am Router wieder heraus und sehen nach, ob derselbe Sender ohne ihn sauber läuft. Dieses Hin und Her ist die einzige Methode, die Ursache eindeutig einem der beiden Zustände zuzuordnen.
Was dabei schiefgeht, hat selten mit dem Fernseher zu tun. Häufig bremst der Router, weil er die Verschlüsselung selbst rechnen muss und ältere Modelle dabei an ihre Grenze stoßen; zu sehen ist das an Bildern, die erst nach ein paar Augenblicken scharf werden. Lädt die Senderliste nach der Umstellung gar nicht mehr, steckt meist die Namensauflösung dahinter: Der Router schickt seine Anfragen durch den Tunnel, der Fernseher fragt aber weiter den Server ab, den er sich gemerkt hat. Ein Neustart des Fernsehers räumt das in vielen Fällen aus.
Bleibt die Frage, ob der Aufwand sich lohnt. Wer an einem einzigen Fernseher schaut und keinen Grund hat, die Leitung zu verdecken, gewinnt durch den Tunnel wenig und verliert Tempo. Wer ihn aus anderen Gründen ohnehin betreibt, kann den Fernseher mitlaufen lassen, sollte ihn aber zuerst verdächtigen, sobald das Bild kippt.

